Dienstag, 1. April 2008

... Worte

ist meist noch nichts gesagt.
Warum schreiben, reden und telefonieren wir dann soviel? Und wenn man sich dann anruft - warum schweigt man dann auch so oft zusammen am Telefon? Du machst das  nicht? Ich schon.
In der Regel (und auch wenn sie vorbei ist) sprudeln die Worte nur so aus meinem Hirn. Wie ein unerschöpflicher Springquell des Wahnsinns produziert mein Verstand hübsche Wortketten über allerhand Nützliches und auch insbesondere Überflüssiges.
Sitze ich jedoch vor meinem Elektronischen Schreibgerät entsteht ein ... naja Denkloch. Ich frage mich: "Was fällt mir wohl als nächstes Wort ein?" Kurz Augen schließen und die inneren Ohren öffnen. Ich bin bereit für die Eingebung: Pssst! - Haushaltsgerät. Was? Haushaltsgerät?! Ja, gut ok. Haushaltsgerät. Annehmen. Ja sagen. Und jetzt mal Hand auf's Herz. Es ist lediglich ein Gedanke. Gedacht und Danke. Nächster bitte. 

Montag, 17. März 2008

...Zimmerpflanzen


begreife ich, das das Leben schön, schmutzig, unbezwingbar und vergänglich ist. Wie Unkraut gepaart mit seltsamen Monsterschlangen mit sieben Köpfen gebärden sich die Ableger-Pflanzen. Man reißt ihnen ein Bein oder den Kopf ab, und wenn das Pflanzenteil versehentlich ins Wasser fällt, wächst eine neue Pflanze daraus - samt neuem Fuß und Kopf und Bauch, auch. Andere Pflanzen sind anspruchsvoller. Und zwar schon bevor sie eine richtige Pflanze sind: die Samen und Kerne (Verwöhnte Dinger!) Man muss täglich vorbeikommen und "Hallo" sagen, ein wenig Wasser, ein bißchen Erde, aber nicht zuviel. Es darf nicht zu kalt sein, aber auch nicht warm. Und wenn ich das lange genug durchhalte, bricht die ganze aufgestaute Liebe und Zufütterung sich in einem kleinen grünen "Hurra, ich komme - Keim" bahn. (Nein, dies ist kein Erguß der männlichen Art, es ist eine Geburt.) Immer der Sonne entgegen - durch die Luft und auch die Erde.
Die Orchidee braucht viel Aufmerksamkeit, aber nur wenig Schnaps. Nur ein Glas pro Woche. Dafür ist sie immer recht heiter und vergnügt. Das genügt.

Donnerstag, 28. Februar 2008

...die Kraft meines Geistes

ist es mir vergönnt hier zu sitzen und Unwirkliches zu tippen. Famos! Die ersten Zeilen haben etwas Bedeutendes, aber im Hinblick auf all die anderen tausenden und millionen von Buchstaben, ist es sicherlich auch total wurscht. Und zwar wurstrosa. So wie Tapetenfarbe hier im meinem virtuellen Haus. Mal schauen wie oft ich zuhause sein werde. Und wann mir etwas wirklich (würglich) Bedeutsames zufällt. Aber manchmal muss man sich auch erst durch viele Zeilen Langeweile schreiben bevor... Ich höre jetzt lieber auf, sonst kann ich diesen Text noch als Blindtext irgendwo zur Verfügung stellen.
Schüß.